florinda
Herzliche Einladung zur Vernissage
und Ausstellung
„Millionär der Lebensfreude“ – oder von Einer, die mit dem Glück tanzt. Gemalte (glückliche) Beziehungen und Begegnungen von Tanja Baj
Eröffnung: Samstag 10.07.2010 um 16h
Galerie Blaues Atelier
Schörgelgasse 8, 8010 Graz
Tel./Kontakt: Florinda 0650 8171610
florinda@inode.at
www.galerie-blaues-atelier.at
Ausstellungsdauer: 12.07.-30.07.2010
Öffnungszeiten: Mi, Do, Fr 14-18h, Sa 11-16h und nach tel. Vereinbarung mit Florinda
Tanja Baj, geb. 1979 in Kärnten, gewann bereits im zarten Alter von 4 Jahren einen Zeichenwettbewerb bei dem sie den ersten Preis erhielt: eine Stoffkuh. Im darauffolgenden Jahr gewann sie bei einem weiteren Zeichenwettbewerb ein lebendes Huhn. Angespornt durch diese immense Steigerung, aber auch durch das elterliche Verbot, das Huhn behalten zu dürfen, machte sie in späteren Jahren eine Ausbildung zur Bildnerischen Kunsterzieherin bei Prof. Gerhard Koutny. Sie beschäftigt sich malend und ausstellend seit Jahren mit Begegnungen und Beziehungen. Tanja Baj ist Mitglied der IG Grafik
sowie das Kunstgewerbe.
')">Bildende Kunst
Wien und präsentiert ihre Werke in Pastellkreide erstmals in Graz.
Sie strahlt. Und ihre Augen sind so groß und leuchten, als wäre sie noch ein kleines Kind, das zum ersten Mal einen Weihnachtsbaum mit soeben entzündeten und duftenden Wachskerzen sieht. Voll froher Erwartung für den Lauf der Dinge, brennt sie darauf, Freude in das Leben anderer Menschen zu bringen. Und ihre Bilder sagen: umarmt euch Leute, haltet einander lieb, seid doch füreinander da. Das sind die eigentlichen, wahren Millionen, die das Leben für euch bereit halten kann.
Seit Jahren arbeitet die junge Kärntner Malerin Tanja Baj, welche in der Kommunikation mit einer ausgesuchten Höflichkeit agiert, an einem never ending Werkzyklus, der einzig und allein die Begegnungen und Beziehungen von Menschen zum Inhalt hat. Sie sagt mit tiefster Begeisterung und Überzeugung, dass sie möchte, dass wir Menschen uns einander Gutes tun. Wie ein Kind zerstrittener Eltern nimmt sie uns deshalb bei der Hand und stellt uns vor ihre gemalten Visionen einer schöneren und auf positive Gefühle aufbauenden Zukunft: schau hin, man könnte einander umarmen. Und so sind auf fast jedem Bild sich einander umarmende Menschen dargestellt, weil die Umarmung den Menschen als das uns Verbindende vom Du zum Ich werden lässt. Der österreichisch-jüdische Religionsphilosoph Martin Buber formulierte in seiner Schrift „Ich und Du“ einmal, was Tanja Baj mit ihrer Bildsprache vermitteln möchte:
„Alles wirkliche Leben ist Begegnung.
Die Beziehung zum Du ist unmittelbar. Zwischen Ich und Du steht keine Begrifflichkeit, kein Vorwissen und keine Phantasie; und das Gedächtnis selber verwandelt sich, da es aus der Einzelung in die Ganzheit stürzt. Zwischen Ich und Du steht kein Zweck, keine Gier und keine Vorwegnahme; und die Sehnsucht selber verwandelt sich, da sie aus dem Traum in die Erscheinung stürzt. (…) Das Wir entsteht nur, wo Du gesprochen werden kann und eine Mitte vorhanden ist. (…) Gefühle begleiten das metaphysische und metapsychische Faktum der Liebe, aber sie machen sie nicht aus; und die Gefühle, die es begleiten, können sehr verschiedener Art sein. Gefühle werden »gehabt«; die Liebe geschieht. Gefühle wohnen im Menschen, aber der Mensch wohnt in seiner Liebe. Das ist keine Metapher, sondern die Wirklichkeit: die Liebe haftet dem Ich nicht an, so dass sie das Du nur zum »Inhalt«, zum Gegenstand hätte, sie IST zwischen Ich und Du (…).“
So möchte die Künstlerin mit Ihrem Werkzyklus ein Bewusstsein für gegenseitige Wertschätzung und Respekt schaffen und mit den Bildern eine Brücke aus Liebe schlagen. Ihre mit Pastellkreide gezeichneten Figuren sind ständig in nahem Kontakt zueinander, sind sich zugewandt, halten sich gegenseitig fest, kuscheln zu zweit oder sind in Gruppen vorzufinden. Und auch da, sich einander haltend und gegenseitig stützend. Oft umgibt sie ein farblich kontrastierender Reif, in deren Mitte sie sich wie im Tanz im allerkleinsten Kreise um sich selber drehen.
Die Figuren sind auf einem warmen Hintergrund streng minimalistisch ausgearbeitet: In ihrer sorgsam anhaltenden Reduktion haben sie zwar einen Kopf aber keine Gesichter, sie haben einen Torso und sie haben Arme aber keine Hände, weil die Arme des einen mit den Armen des anderen bereits verschmolzen sind. Sie haben Beine, die nur stehend aber sich nicht bewegend dargestellt werden und sie haben keine Füße, weil die Beine einfach in den Boden wachsen und durch die sich daraus ergebende Körperverlängerung eine Rundheit der Darstellung verhindern würden. Die Figuren wirken wie frisch aus dem Boden sprießende Frühlingsblumen, wie etwa ein Feld phallisch anmutender Krokusse, die kurz davor stehen, ihre Knospen zu entfalten und sich dem Leben und dem was es bieten kann, von Angesicht zu Angesicht öffnen zu wollen.
© Text Florinda Ke Sophie, Graz 2010
und Ausstellung „Millionär der Lebensfreude“ – oder von Einer, die mit dem Glück tanzt. Gemalte (glückliche) Beziehungen und Begegnungen von Tanja Baj
Eröffnung: Samstag 10.07.2010 um 16h
Galerie Blaues Atelier
Schörgelgasse 8, 8010 Graz
Tel./Kontakt: Florinda 0650 8171610
florinda@inode.at
www.galerie-blaues-atelier.at
Ausstellungsdauer: 12.07.-30.07.2010
Öffnungszeiten: Mi, Do, Fr 14-18h, Sa 11-16h und nach tel. Vereinbarung mit Florinda
Tanja Baj, geb. 1979 in Kärnten, gewann bereits im zarten Alter von 4 Jahren einen Zeichenwettbewerb bei dem sie den ersten Preis erhielt: eine Stoffkuh. Im darauffolgenden Jahr gewann sie bei einem weiteren Zeichenwettbewerb ein lebendes Huhn. Angespornt durch diese immense Steigerung, aber auch durch das elterliche Verbot, das Huhn behalten zu dürfen, machte sie in späteren Jahren eine Ausbildung zur Bildnerischen Kunsterzieherin bei Prof. Gerhard Koutny. Sie beschäftigt sich malend und ausstellend seit Jahren mit Begegnungen und Beziehungen. Tanja Baj ist Mitglied der IG Grafik
sowie das Kunstgewerbe.')">Bildende Kunst
Wien und präsentiert ihre Werke in Pastellkreide erstmals in Graz. Sie strahlt. Und ihre Augen sind so groß und leuchten, als wäre sie noch ein kleines Kind, das zum ersten Mal einen Weihnachtsbaum mit soeben entzündeten und duftenden Wachskerzen sieht. Voll froher Erwartung für den Lauf der Dinge, brennt sie darauf, Freude in das Leben anderer Menschen zu bringen. Und ihre Bilder sagen: umarmt euch Leute, haltet einander lieb, seid doch füreinander da. Das sind die eigentlichen, wahren Millionen, die das Leben für euch bereit halten kann.
Seit Jahren arbeitet die junge Kärntner Malerin Tanja Baj, welche in der Kommunikation mit einer ausgesuchten Höflichkeit agiert, an einem never ending Werkzyklus, der einzig und allein die Begegnungen und Beziehungen von Menschen zum Inhalt hat. Sie sagt mit tiefster Begeisterung und Überzeugung, dass sie möchte, dass wir Menschen uns einander Gutes tun. Wie ein Kind zerstrittener Eltern nimmt sie uns deshalb bei der Hand und stellt uns vor ihre gemalten Visionen einer schöneren und auf positive Gefühle aufbauenden Zukunft: schau hin, man könnte einander umarmen. Und so sind auf fast jedem Bild sich einander umarmende Menschen dargestellt, weil die Umarmung den Menschen als das uns Verbindende vom Du zum Ich werden lässt. Der österreichisch-jüdische Religionsphilosoph Martin Buber formulierte in seiner Schrift „Ich und Du“ einmal, was Tanja Baj mit ihrer Bildsprache vermitteln möchte:
„Alles wirkliche Leben ist Begegnung.
Die Beziehung zum Du ist unmittelbar. Zwischen Ich und Du steht keine Begrifflichkeit, kein Vorwissen und keine Phantasie; und das Gedächtnis selber verwandelt sich, da es aus der Einzelung in die Ganzheit stürzt. Zwischen Ich und Du steht kein Zweck, keine Gier und keine Vorwegnahme; und die Sehnsucht selber verwandelt sich, da sie aus dem Traum in die Erscheinung stürzt. (…) Das Wir entsteht nur, wo Du gesprochen werden kann und eine Mitte vorhanden ist. (…) Gefühle begleiten das metaphysische und metapsychische Faktum der Liebe, aber sie machen sie nicht aus; und die Gefühle, die es begleiten, können sehr verschiedener Art sein. Gefühle werden »gehabt«; die Liebe geschieht. Gefühle wohnen im Menschen, aber der Mensch wohnt in seiner Liebe. Das ist keine Metapher, sondern die Wirklichkeit: die Liebe haftet dem Ich nicht an, so dass sie das Du nur zum »Inhalt«, zum Gegenstand hätte, sie IST zwischen Ich und Du (…).“
So möchte die Künstlerin mit Ihrem Werkzyklus ein Bewusstsein für gegenseitige Wertschätzung und Respekt schaffen und mit den Bildern eine Brücke aus Liebe schlagen. Ihre mit Pastellkreide gezeichneten Figuren sind ständig in nahem Kontakt zueinander, sind sich zugewandt, halten sich gegenseitig fest, kuscheln zu zweit oder sind in Gruppen vorzufinden. Und auch da, sich einander haltend und gegenseitig stützend. Oft umgibt sie ein farblich kontrastierender Reif, in deren Mitte sie sich wie im Tanz im allerkleinsten Kreise um sich selber drehen.
Die Figuren sind auf einem warmen Hintergrund streng minimalistisch ausgearbeitet: In ihrer sorgsam anhaltenden Reduktion haben sie zwar einen Kopf aber keine Gesichter, sie haben einen Torso und sie haben Arme aber keine Hände, weil die Arme des einen mit den Armen des anderen bereits verschmolzen sind. Sie haben Beine, die nur stehend aber sich nicht bewegend dargestellt werden und sie haben keine Füße, weil die Beine einfach in den Boden wachsen und durch die sich daraus ergebende Körperverlängerung eine Rundheit der Darstellung verhindern würden. Die Figuren wirken wie frisch aus dem Boden sprießende Frühlingsblumen, wie etwa ein Feld phallisch anmutender Krokusse, die kurz davor stehen, ihre Knospen zu entfalten und sich dem Leben und dem was es bieten kann, von Angesicht zu Angesicht öffnen zu wollen.
© Text Florinda Ke Sophie, Graz 2010