Wodurch entsteht die Ähnlichkeit auf dem gemalten Bild?

Susanne Haun
steinmetz
Andreas Mattern
Baselitz sagt:"portraits brauchen keine ähnlichkeit" großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen yeaaahhhaa yeaaahhhaa yeaaahhhaa fechten fechten fechten
Klaus Boekhoff
Zitat:
Original von Andreas Mattern
Baselitz sagt:"portraits brauchen keine ähnlichkeit"


Faule Ausrede, weil mans nicht kann..
Andreas Mattern
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Klaus Boekhoff
Ich glaub das Wichtigste ist die Wesenszüge zu erfassen und wiederzugeben.
dirkeisner
Für mich das Wichtigste ist sehen, und dass der Pinsel dem Auge folgt,
Nicht allein die Geometrie der Physiogonomie ist ausschlaggebend. Wie oft wird ein Bild nach Abmessung der geometrischen Linien gezeichnet und es mangelt doch an Ähnlichkeit.
Wie oft habe auch ich schon die Muskelgruppen und den Knochenbau studiert und so ein Portrait aufgebaut?. Und doch läßt sich die Ähnlichkeit missen.
Meine besten Portraits entstehen beim Sehen&Zeichnen.

Wenn es die Gelegenheit bietet, beobachtet einander beim Malen. Wieviele Sekunden weilt der Blick auf dem Modell und wieviele auf dem Malgrund. Oft habe ich ein Verhältniss von 1:4 festgestellt (wenn es langt...) . Ich frage, wie will man malen wenn man nicht sieht?
Susanne Haun
@ Dirk

Diese Frage habe ich mir auch oft gestellt.

Es wird über Matisse (ich glaube es war Matisse) gesagt, er hätte erst eine Stunde lang sein Modell betrachtet und dann angefangen zu malen.

Ich denke auch, richtig gute Portraits entstehen nur, wenn das Modell vor dir sitzt, du es mindestens ein Jahr kennst.

Ich denke das Verhältnis von sehen und malen müßte umgekehrt sein 4:1.

Eine Kollegin hat einmal zu mir gesagt, beim Aktmalen würden meine Augen zwischen dem Model und dem Blatt fliegen und man würde mir die große Konzentration ansehen.

Ich war sehr stolz auf ihre Äußerung.
Lin
Hi Painter,

das bezweifel ich, das er dass nicht kann!!!
Ohne Beweis dafür großes Grinsen

es gibt doch diese "Strassenmaler" die teilweise recht gute Portraits
von Touristen machen die sie vorher nicht kannten/sahen!?

hm?
Sunny
Ich finde, das wichtigste sind die Augen mit Augenbrauen. Die müssen stimmen und dann kommt die Nase. Dann die Gesichtsform, dann der Mund.
dirkeisner
@Susanne

Das Modell vor einem zu haben ist außerordentlich Wichtig. Kein Foto taugt soweit.

@Lin,
ja, es gibt die Straßenmaler, aber nur ganz wenige wirklich gute.
Wir waren letzt mal nach einem Zeichenabend in einer Kneipe un da hatte die Bedienung Geburtstag. Mann habe ich mir gedacht, das arme Mädel, hockt hier und malocht. Da habe ich mir meinen Block geholt und sie auf den Stuhl gebannt und kurz gezeichnet, ihr natürlich das Bild geschenkt.

Wunder über wunder, schmeichel und Stolz, es ist auf Anhieb geworden.

Also komme ich zu dem Schluß, daß eine Vorbereitung und die eigene geistige Verfassung zum Gelingen um ein wesentliches beitragen.

Was für mich auch sehr wichtig am Portrait ist, ist die Emotion. Das Glück oder die Melancholie die es ausstrahlt.

Hier: wissenschaftliche Studien und Bilder über Emotionen: Paul Eckman
Habe mal von seinem Buch: Emotions revealed eine 9er Matrix Frauenstudien gesehen. Welche Feinheit der Schatten gleich eine neue Emotion ausmachen. Ungeheuer lehrreich.

@Sunny,
in der Tat habe ich auch bei mir herausgefunden, dass mein Blick an den Augenbrauen hängen bleibt. Also starte ich fast ausschließlich von dort das Portrait.