Radierungen

queart
...habe noch nie eine Radierung gemacht und würde gerne mal von Euch erfahren, welche Materialien dafür genau gebraucht werden und wie das eigentlich funktioniert!

Lg, Kiki
Barbara Weismantel
Hallo Kiki,
habe mal Radierungen gemacht, urlange her, während des Studiums. Ich weiß nur noch, dass man irgendwas ins Metallplatten ritzt oder ätzt, mit Farbe beschmiert und dann durch eine Druckpresse kurbelt. Habe aber ein Lexikon gefunden, wo der genaue Ablauf erklärt wird und ich weiß, dass Boesner darüber auch einiges weiß und dazu hat.

Link: http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_7385.html
andré
ich glaube, andreas weiß da eine menge drüber...
annett wetzel
ja,stimmt, und Susanne auch Augenzwinkern
Andreas Mattern
wenn ich es schaffe werd ich heut abend noch was schreiben.
gruss andreas
Andreas Mattern
es ist aber auch kompliziert.
eigentlich gehts ja hier auch um den tiefdruck, weil der begriff Radierung oft falsch gedeutet wird
man unterscheidet beim Tiefdruck mechanische und chemische verfahren
mechanische verfahren: stich, kaltnadel, mezzotinta
hier wird direkt auf der platte gearbeitet, also in die platte gestochen, geritzt oder geschabt
chemische verfahren: Radierung (strichätzung), aquatinta usw.
Radierung ist abgeleitet aus dem lateinischen, radere=reißen.
der widerspruch besteht aber darin das die arbeit mit der kalten nadel eigentlich keine Radierung ist obwohl hier ja in die platte "gerissen"wird. die eigentliche Radierung entsteht aus dem chemischen verfahren und zwar indem die säure das metall da angreift wo es nicht mit abdecklack abgedeckt ist,es muss sich aber um linien handeln, handelt es sich um flächen ist es flächenätzung oder aquatinta .
in der regel wird eine Radierung auf metallplatten , kupfer oder zink gefertigt, kupferplatten lassen sich auch verstahlen, so dass man auch drucke bis ca. 200 stück in guter qaulität anfertigen kann. bei zink geht das nicht, man kann höchstens 40 abzüge von guter qualität anfertigen.
bei der aquatinta(körnige radierung)arbeitet man zusätzlich noch mit staub aus asphalt oder harz, der gleichmässig aufgetragen und dann eingeschmolzen wird. die zwischenräume zwischen den aufgeschmolzenen staubkörnern, ergeben eine fläche.
geätzt wird in der regel mit salpetersäure.
naja, am besten doch einen radierkurs mitmachen(vielleicht bei mir zwinker zwinker :zwinkersmile weil es ist insgesamt ein sehr aufwendiges verfahren, was aber die wenigsten wissen.
einen ablauf erklären geht nicht so einfach, da es verschiedene gibt.
gruss andreas
queart
hi Andreas!

Danke für erste Erläuterungen zum Thema Radierung. Es interessiert mich schon brennend mal nen Kurs zu machen,...und bei Dir, das wär schon was. Naja, aber dafür müsste ich ja nach Berlin kommen, oder!?...hin und wieder bin ich mal einen Tag da, aber so einen Kurs müsste man ja schon mal länger machen, denke ich. mmmh, oder ich muss mir nen guten Workshop in Hamburg suchen,....mal sehen,...hast du denn das komplette Equipment bei dir?....

lg, Kiki

P.S. Schade, dass du nicht bei der Artcafe Ausstellung dabei bist mit deinen Radierungen (und natürlich deinen dynamischen Aquarellen)
Andreas Mattern
ja find ich auch schade.

kiki, in berlin steht alles für dich bereit Augenzwinkern Augenzwinkern Augenzwinkern Augenzwinkern großes Grinsen , wenn du mal zwei tage hast sag bescheid.
aber sicher wird es in hamburg auch was geben, aber such dir einen kreativen workshopleiter aus.
gruss andreas
Susanne Haun
Es haben viele nach Radierungen gefragt - hier erklärt Andreas sehr gut, wie eine Radierung entsteht.

Wir könnten überlegen, ob wir eine Mal-Wochenendreise mit Workshop Radierung nach Berlin im Frühjahr 2006 anbieten.

Ist nur eine Frage von Kosten und Dauer und natürlich brauchen wir dann verbindliche Zusagen und eine Vorabanzahlung. Ich bespreche das mal mit Andreas und überlege mir das.
Sunny
danke, dass du das hochgeholt hast, Susanne! Dieses Thema hatte ich überlesen!