Wie fang ich an??

Sternenfee
Ich würde so gerne Portraits malen können, aber ich habe keine Ahnung, wie ich es anfangen soll.
Bisher hab ich immer "nur" Landschaften gemalt und Menschen angedeutet...
Kennt jemand ein gutes Buch für den Anfang oder hat ein paar tipps??
Plum Guido
ich würde mit selbstportrait anfangen. einfach ein großen spiegel. ein buch ist auch nicht verkehrt, braucht aber kein besonderes sein. bei Portrait ist sehen und üben nach meiner meinung wichtiger.
Sternenfee
ja, das ist sicher eine gute Idee! idee
Dankeschön!!
Steve Moralee
Ich habe versucht Prominente zu malen so das andere einen vergleich machen könneten,aber das problem war das die so schlecht waren, das ich die selber nicht mehr einordnen könnte!
Ich überlasse diese aufgabe jetzt gerne andere künstler.
artfusion
hallo,
als alter Porträtmaler kann ich auch nur sagen: üben,üben - und das mit dem Selbstporträt und dem Spiegel ist keine gute Idee. Aufgrund meiner Erfahrung haben da Schüler schon Probleme,die mit Porträt per Du sind. Die Schwierigkeit liegt im Sehen,was beim Spiegel noch erhöht wird. Such Dir für den Anfang Fotos (dann ist die Vorlage schonmal zweidimensional) mit Kontrasten. Möglichst groß und scharf - keine Kinder oder sog High Key Aufnahmen!! Alte Menschen sind am Anfang am leichtesten,weil man sich an den vielen Falten gut orientieren kann. Bücher kenn ich keine guten!! Meist wird auf Regeln verwiesen (wie auch beim Akt,der Kopf muss siebenmal im Körper stecken - was Quatsch ist,weil wenig Menschen in solche Kategorien passen). Dann mit einem Auge anfangen und durch Messen mit Bleistift und Daumen den Rest des Gesichtes in Relation setzen - das kann ich schriftlich sehrsehr schwer erklären.
Also viel Glück!!
Gruß Walter
Sternenfee
jaaa, meine ersten Versuche waren recht unschön, so das ich das was ich im Kopf gesehen habe überhaupt nicht umsetzten konnte denn es sah absolut anders aus als auf meinem gemalten Bild-hilfe,welch ein satz. Augenzwinkern
Danke Walter, ich werd mir das üben zu Herzen nehmen und schaue ob es besser wird oder ich einfach nicht zum Menschen malen geboren bin Augenzwinkern .
Das mit den Büchern hab ich mir fast gedacht, darum bin ich bisher auch nur um die Bücher drum herum geschländert, hab aber noch keines mitgenommen...
Ich dank euch nochmal und werd mal schauen, ob ich je ein Portrait so hinbekomme,das ich es zeigen kann
Ganz liebe Grüsse
Frostwyrm
Sternenfee, setz einfach mal ein Bild rein, das hab ich auchmal gemacht, bei meinen allerersten Versuch und dann habe ich schon ein paar Tipps bekommen.

Übung ist wirklich wichtig, das kann ich auch daher sagen, das ich seit 3 Jahren versuche Drachen zu zeichnen (derzeit beginnt das 4. und ja, ich habs wieder mal erwähnt) und heute sehen die Ergebnisse gut aus. Warum soll es bei Menschen nicht anders sein?

Einfach solange Bilder malen bis man sich an seinen eigenen Bild sattsehen kann.


Zum Thema Bücher: Wirklich viel bringen die nichts. Ich hab nur ein einziges Buch gehabt wo ich reingesehen habe und meinte: "Aha, so geht das"
Nur dir wird es wohl nicht helfen, da es sich auf meine Lieblingsfiguren bezieht.
Ansonsten habe ich mal einige Bücher angesehen und hab so immerhin etwas von der Materie angekratzt, aber nie große Fortschritte erlangt. Höchstens findet man gute Vorlagen zum abmalen, weil die Bilder schon auf einen "Lehrniveau" gemalt sind. Einfach aber gut aussehend.
lunalore
versuchs mit einem tastenden Selbstportrait:
dafür brauchst du keinen spiegel,
sondern nur deine hände und das
material mit dem du arbeiten magst...
stell keine großen ansprüche,
mach dich locker und fang an!

lg tina
ellen

Ein Buch kann ich vielleicht doch empfehlen, mir hat es sehr geholfen beim zeichnen lernen, es geht hier aber nicht ausschließlich um Porträts, aber auch:



Betty Edwards
Garantiert Zeichnen lernen
Zitat:
Gutes Zeichnen ist keine Sache der Fingerfertigkeit, sondern eine Sache des Gehirns. Lernen Sie, die rechte Gehirnhälfte einzusetzen. Lernen Sie optimales Wahrnehmen. Machen Sie moderne Gehirnforschung praktisch nutzbar.
Betty Edwards versteht es wie niemand sonst, den willentlichen Wechsel der Gehirnhälften, optimales Wahrnehmen und Wiedergeben und damit das Talent Zeichnen zu lehren. Jeder kann zeichnen, wenn er die richtige Gehirnhälfte benutzt. In erstaunlich kurzer Zeit.
Erlernen Sie diese Schlüsseltechnik zur Nutzung der rechten Gehirnhälfte.
Plum Guido
ich find fotos von prominenten nicht verkehrt, weil man da einen wiedererkennungswert hat. das ergebnis ist bestimmt auch besser als mit dem spiegel. aber zum lernen ist der spiegel nicht verkehrt. besonders wenn du später gesichter aus dem gedächnis malen willst.bei einem spiegel bist du gezwungen ein gesicht genau anzuschauen und dieses wenn du denn blick senkst auch zu behalten. das nachmalen nach fotos ist ein kopieren kein richtiges verstehen. nach fotos lernt man unterschiede zwischen den menschen zu erkennen. bei einem spiegel kann man zum beispiel das ohr oder die nase auch einzeln aus verschiedenen perspektiven zeichnen. und das tastenden selbstportrait hilft auch dabei die form dreidimensonal zu erkennen und zu verstehen.Betty edwards kann ich dir auch empfehlen. aber ich würde immer auch nach lebenden model malen. nur fotos und deine bilder werden immer zweidimensional aussehen.
artfusion
Lieber Plum Guido,

muss mich da wehren: Du behauptest nach Fotos würden die Bilder immer zweidimensional aussehen.
Da bin ich absolut anderer Meinung. Das ist ein altes Ammenmärchen und noch niemand konnte es mir beweisen,weil es schlichtweg nicht stimmt. Die Umsetzung ist für den Anfänger viel leichter und die "dritte" Dimension bekommst Du beim Zeichnen oder Malen eh nicht hin - außer Du meinst Räumlichkeit oder Plastizität. Aber das geht genauso gut nach Fotos wie nach lebenden Modell. Nur lebende Modelle sind a) nicht immer zur Verfügung und b) wer hat schon die Ausdauer (als Modell) für einen Anfänger ewig zu sitzen. Hinzu kommt der evtl. Erfolgsdruck,der Dargestellte möchte sich erkennen (das spielt unterschwellig ein Rolle).
Also: keiner meiner Dozenten oder geschätzten Kollegen hat mir bisher einen Beweis erbringen können,welches meiner Bilder nicht und welches nach Foto/Fotos gemalt/gezeichnet wurde.
@ Betty Edwards: das mit dem Hirn ist vollkommen richtig (beobachte ich häufig) auch wenn die Zeichnungen in dem Buch ja keine Kontrolle erfahren ist es bestimmt hilfreich.
Und noch ein Zitat zum Schluß: Alles sehen,nichts begreifen (Gerhard Richter)
Nichts für Ungut - manchmal red ich halt auch über das was ich mache (ist aber nich gerade mein Steckenpferd)
Plum Guido
hallo artfusion. du muss dich gar nicht wehren. das man nach einem foto auch eine räumlichkeit reinbekommt bezweifel ich gar nicht. ich spreche aber übers lernen und nicht über das ergebnis. nach lebenden model bzw spiegel bekommt man einen besseren blick für die rundungen im gesicht. du wirst bestimmt auch nach model malen. daher weißt du unbewußt schon genug und du malst dann automatisch richtig.
Sternenfee
Nach dem Buch werd ich mich morgen mal umschauen, danke!
Ich denke auch, das es sehr viel übung braucht.
Es ist halt so, das ich so viele Dinge im Kopf sehe, aber sie nicht so umsetzten kann, wie ich es gerne möchte.
Ich werd die Tage auch mal ein Bild einstellen, wie macht ihr das? Fotografiert ihr eure Bilder ab und stellt dann ein oder wie?
Ich dank euch erstmal ganz doll.
Frostwyrm
Einscannen wenn möglich ansonsten ein Foto. Und dann einfach als Dateianhang an deinen Beitrag packen.
Sternenfee
Dankeschön!!
rainer.muss
wenn ich nicht weiterkomme stelle ich das bild , vorlage auf den kopf, und male das bild so weiter, das gehirn wird dann nicht durch das gesamte gesicht abgelenkt, du wirst von dem ergebnis überrascht sein. und üben üben üben
lg rainer
Sternenfee
Danke Rainer!!
Das werd ich versuchen!
Glg Sternenfee
doctorWu
Hallo Sternenfee,

das habe ich gerade entdeckt:
Portraitzeichnen

Ansonsten habe ich ein gutes Buch aus der Serie Paramonn (Wie zeichne ich einen Kopf und ein Portrait), aber das gibt es wohl leider nicht mehr. Was ganz wichtig ist und wobei man sich gerne vertut, sind die grundsätzlichen Proportionen des Kopfes:
- Du zeichnest ein Oval und eine mittige Linie längs, die das Oval in der Breite teilt (die Mittellinie).
- Dann eine Linie senkrecht dazu, die das Oval in der Höhe teilt: darauf liegen die Augen (wäre ich damals nie draufgekommen, dass die Augen tatsächlich genau in der Mitte liegen!)
- dann teilst Du die erhaltene untere Hälfte der Mittellinie erneut: das ist die Unterkante der Nase
- Du teilst die Linie Nasenunterkante-Kinn mit einer Linie in der Mitte: das ist die Unterkante der Unterlippe
- Du ziehst ein Stück über der Augenlinie eine neue Linie, auf der liegen die Augenbrauen (diese Linie differiert oft)
- Du teilst die Linie Augenbrauen-Kopfoberende durch zwei, da beginnt der Haaransatz
- Die Nase befindet sich zwischen der Linie Augenbrauen und der Linie Nasenunterkante
- Wenn Du diese Linien seitlich verlängerst, zeigen sie auch genau die Lage der Ohren an
- Der Abstand zwischen den Augen entspricht einem dritten Auge zwischen den beiden.
- genauso breit wie ein drittes Auge kannst Du mal die Nasenunterkante anlegen
- ein Stückchen über der Linie Unterkante Unterlippe noch ein Strich für die Mundöffnung, und schon hast Du mal eine grobe Anlage für ein Gesicht von vorne.

Mit diesen Maßen im Kopf kannst Du später an ein Portrait gehen, und auf die Abweichungen von diesen Idealproportionen achten, daraus ergibt sich dann ein "persönliches" Gesicht.

Viel Spaß beim Probieren!
Grüße,
Manfred
lunalore
probiers doch mal tastend,
würde mich interessieren,
was rauskommt....

smile
Sternenfee
Manfred, klasse, ich dank dir!
Das hilft mir schon weiter und das Buch bei Amazon ist auch nicht gleich so teuer, also wird das wohl mein selbstgeschenktes Valentinstagsgeschenk werden Augenzwinkern
lunalore das mit dem tasten werd ich mal versuchen.
Am Wochenende werd ich mir nun erstmal zeit zum üben nehmen!! Freude