digitale Kunst natürlich

fluuu
Hallo,

was ist hier im Forum mit der digitalen Kunst los?
Nichts, scheint kein Thema zu sein, schade eigentlich.
Alles was ein bischen Anspruch hat und man mitdenken
muss scheint hier keine große Chance zu haben.

Das Digitale ist die moderne Form des Ausdrucks,
do kommt keiner drum rum letztendlich oder will
jemand die Entwicklung und die Zeit aufhalten.

Darum ist es dringend notwendig, dass wir uns mit der
modernen Form des künstlerischen Ausdrucks, der
digitalen Kunst auseinandersetzen.

Die Frage ist absolut berechtigt, wer beschäftigt sich noch
mit digitaler Kunst von den Usern hier im Forum....?

gruß fluuu
Oskar
Schau mal rein bei Geronimo ...
fluuu
Hallo Oskar,

ja geronimo ist mir gerade in der Galerie aufgefallen, um nicht zu sagen,
das Einzige wirklich Bemerkenswerte in der Galerie digitale Kunst.
Das meiste ist leider sehr umstritten und dabei gibt es so viele tolle
Werke, nur eben nicht hier.

Schaun wir mal weiter ... danke für den Tipp!

gruß fluuu
georg
das einzige? nicht ganz.
pigment
Zitat:
Alles was ein bischen Anspruch hat und man mitdenken muss scheint hier keine große Chance zu haben.


Was ist der Anspruch?



Zitat:
Das Digitale ist die moderne Form des Ausdrucks, do kommt keiner drum rum letztendlich oder will jemand die Entwicklung und die Zeit aufhalten.


Was ist denn modern? Das Digitale? Was ist den "das Digitale?"
Weisst du was eine Frequenz ist?
Wenn ich mich ausdrücken will und meinen Wunsch erst umständlich
'wandeln' muss, damit er digitalisiert daherkommen kann, dann kann das meinetwegen ruhig 'modern' genannt werden. 'Modern' und 'Zeitgemäss'
ist digitalisiertes vielleicht dann, wenn es innerhalb seines Digitalen Mediums bleibt.
Wenn du es ausdruckst um es an die Wand zu hängen ist es aber schon wieder analog und wenn du es dann neben allem anderen was an der Wand hängen kann anschaust, wirst du sehen, dass du dich in einer analogen Sackgasse befindest.

Zitat:
Darum ist es dringend notwendig, dass wir uns mit der modernen Form des künstlerischen Ausdrucks, der digitalen Kunst auseinandersetzen.


darf ich mir die Frequenz meiner Aufmerksamkeit selbst auswählen, so quasie mit variabler Bit-Rate?

Ich habe mir mit Leuchtstoffröhren ein Licht-Modul zusammengestellt.
Das Licht in den Röhren wird mit einer Frequenz von 50 Herz getaktet,immer an und aus geschaltet. yeaaahhhaa

die Information im weissen Licht ist die Summe aus
blau
Rot und
Gelb




Da Digitalisiertes immer auf der Tatsache eines Wechsels zwischen
den
Energie=on
Energie=off

Zuständen gründet, ist meine kleines Lichtmodul auch digital, yeah
wenn auch nur mit 50Herz.


ingo
ulli p.
'digitale kunst' ist für mich keine kunstform an sich,
weil sie in zu viele unterabteilungen zerfällt, z.b.:

analoge vorlagen zu digitalisieren, ist für mich
genausowenig kunst wie 'malen nach zahlen' -
photoshop-effekte reichen halt nicht!

'digitale videokunst' ist filmkunst - natürlich finden
sich hier im forum nur sehr wenige filmemacher

was (für mich) bleibt, ist 'netzkunst'. und die
sollte schon sinnvollerweise interaktiv sein...
als solche wäre sie dann eigentlich auch der
beuys'schen 'sozialen plastik' zuzuordnen.

hier ein link dazu:
Dr.Grether's Netzkunstliste
(unter 'P' bin ich da auch mit aufgelistet...)
fluuu
Hallo miteinander,

so ein bischen kommt ja das Thema zur Diskussion,
auch wenn ich hier im Forum das Gefühl nicht loswerde,
dass es nur halbherzig passiert.

z.B. @georg, gerade mal vier Worte, ist das nicht etwas wenig für eine
Kommunikation im Forum wo nur Text als Ausdrucksmittel zur
verfühgung steht,wer über Kunst redet sollte auch die Kunst
beherschen mit Worten kreativ zu sein, na ja ist egal.

@pigment
Der Anspruch der Kunst, da kommen wir ganz schnell auf die alte
Frage -Was ist Kunst- zurück und das ist ein ewiges Thema.

Das Digitale ist auf jeden Fall neu, erst seit den 70ger Jahren des
letzten Jahrhunderts im praktischen Gebrauch. Du hast ganz recht,
alle Informationen lassen sich durch 0 und 1 darstellen.
Die Entstehung ist entscheidend, mit dem Computer oder besser
mit Bildbearbeitungsprogrammen entwickelte und gemalte Bilder
sind und bleiben digital, egal auf welchem Material aufgetragen.
Eine Bleistiftzeichnung bleibt es auch, selbst wenn sie eingescannt
und dadurch digitalisiert wird, ist für die Plattform Internet eben
notwendig, genau so, wie wenn man in einem Buch ein Ölbild
darstellen möchte, man bedient sich des Druckes.
Es ist eigentlich so einfach und vom Prinzip her genauso wie die
Dinge die wir schon lange kennen. Der Vorteil der digitalen Kunst
ist, es bietet Möglichkeiten die es im Konservativen nicht gibt und
somit lassen sich Themen der heutigen Zeit mit dieser Technik sehr
gut darstellen.
Wenn Du möchtest, dass Deine Leuchtstoffröhren digital sind, warum
nicht, im weitesten Sinne stimmt es sicher.


@ ulli p.
Da hast Du recht, analoge Vorlagen digitalisieren hat mit digitaler
Kunst nichts zu tun, wer behauptet denn sowas?
Video gehört zum Film, hat somit mit statischen Bildern auch nicht viel zu tun.
Ich meine mit digitaler Kunst in diesem Fall das klassische Darstellen
in Form von zweidimensionalen Bildern so wie ich sie realisiere,
nennt sich dann Photopaintings z.B..
Der Begriff Netzkunst ist mir allerdings neu, da habe ich garkeine
Vorstellung was das beinhalten sollte.
Der Link führt zu einer Seite mit ewig vielen Namen, Deinen habe ich
gefunden. Also wenn alle Werke die im Internet gezeigt werden,
Netzkunst sein sollen wundert mich der Begriff aber warum nicht.

gruß fluuu
pigment
hiermal zwei verweise zu einem professionellen Künstler, der seine Bilder digital am Rechner malt.

digitale Malerei
nochmal digitale malerei Rolf SteffensEr könnte wahrscheinlich genausogut direkt mit Farben auf Leinwand malen, aber er arbeitet lieber am Computer und druckt seine Bilder hinterher auf Leinwand.

Ich male komplett anders, aber seine Bilder, die ich auch als Originale kenne, sehen wirklich perfekt aus. Die Oberflächen der Bilder sind makellos und zeigen
seine Modelle meistens in einer erotischen Darstellung.



ingo
pigment
Zitat:
Wenn Du möchtest, dass Deine Leuchtstoffröhren digital sind, warum nicht, im weitesten Sinne stimmt es sicher


fröhlich

ja, da ist zwar immer nur weisses Licht zu sehen, aber wegen der 50Herz flimmert es auch leicht, wenn ich genau hinschaue. Habe herausgefunden wo es Bauteile günstig gibt, die 'takten' dann die Leuchte auf 100Herz.

ingo
ulli p.
@fluuu:

Zitat:
Original von fluuu
...
@ ulli p.
Da hast Du recht, analoge Vorlagen digitalisieren hat mit digitaler
Kunst nichts zu tun, wer behauptet denn sowas?

...du selbst! (in deiner einführung zum 'photopainting' auf deiner hp).
der chip deiner digicam wandelt das analoge bild digital um, und du
manipulierst es anschließend mit photoshop etc.
wenn ein schriftsteller seine arbeiten mit 'word' erledigt, oder ein
musiker seine arrangements mit 'cubase' skizziert, haben diese ja auch
nicht durch die bloße verwendung solcher technischen hilfsmittel neue
'kunstformen' geschaffen...
insgesamt finden sich bildbearbeitungs-programme eher in der großen grauzone
zwischen kunsthandwerk und design - darstellende künstler benutzen sowas meistens
nur zum präsentieren, zum üben, vergleichen usw.

Zitat:

Video gehört zum Film, hat somit mit statischen Bildern auch nicht viel zu tun.

videokunst gehört in der tat zur filmkunst und ist seit vielen jahren
(im gegensatz zu 'photopainting') eine voll anerkannte kunstform.
berühmtester vertreter international: Nam June Paik. pionier der ersten stunde
in deutschland: Klaus vom Bruch

Zitat:

Der Begriff Netzkunst ist mir allerdings neu, da habe ich garkeine
Vorstellung was das beinhalten sollte.
Der Link führt zu einer Seite mit ewig vielen Namen, Deinen habe ich
gefunden. Also wenn alle Werke die im Internet gezeigt werden,
Netzkunst sein sollen wundert mich der Begriff aber warum nicht.

gruß fluuu


bevor du uns hier in die konservative ecke drängen willst, empfehle ich dir
erstmal dem begriff 'netzkunst' nachzuspüren. die ersten netzkünstler gab es
schon in der frühphase des internets, also vor über 20 jahren.
es geht nicht um das bloße zeigen von werken im internet, sondern um interaktion.
seit der möglichkeit videostreams zu digitalisieren taucht z.b. auch Nam June Paik in der
Gretherliste auf - die grenzen zwischen beiden disziplinen werden hier aufgehoben.

ich selbst bin dort auch nur aufgenommen worden, weil ich meine datenbankgestützten
netzprojekte auch selber programmiert habe (in CFML) -
Netzkunst gibt es halt nicht 'von der stange'...

Literaturempfehlung:
Tilmann Baumgärtel [net.art] ; materialien zur netzkunst
Verlag für moderne Kunst, Nürnberg

p.s.: sorry, fluuu,
muß nochmal editieren:
dein unverständnis (was diese liste betrifft) kann eigentlich nur daher
rühren, daß du diese 'namen' nicht als anklickbare links erkannt hast(?)
ulli p.
Zitat:
Original von pigment
hiermal zwei verweise zu einem professionellen Künstler, der seine Bilder digital am Rechner malt.

digitale Malerei
nochmal digitale malerei Rolf SteffensEr könnte wahrscheinlich genausogut direkt mit Farben auf Leinwand malen, aber er arbeitet lieber am Computer und druckt seine Bilder hinterher auf Leinwand.

ingo


also daß Rolf Steffens sowas genauso'gut' mit farben auf leinwand malen
könnte, lassen wir mal dahingestellt... Augenzwinkern

aber daß er diese deko-poster hinterher auf leinwand druck(en läß)t,
macht sie bestimmt nicht künstlerisch wertvoller; sie wirken dann nur
dekorativer (fast echt)
georg
mit meinen vier Worten wollte ich lediglich eine Antwort zu deiner Aussage geben, dass du nur eine Person mit "bemerkenswerten" Arbeiten in unserer Galerie gefunden hast.

ich freue mich sehr darüber, das in diesem Bereich etwas passiert. Allerdings gefällt mir die Art und Weise in der du dich äußerst nicht so gut. nach deiner Darstellung scheint die Auseinandersetzung mit digital künstlerischer Arbeit mehr Nachdenken zu erfordern als künstlerische Arbeiten die mit traditionellen Mitteln geschaffen wurden. Dem kann ich in keinster Weise zustimmen.
ich interessiere mich sehr für digitale Kunst, denn ich mache ausschließlich digitale Bilder und das schon seit dem Commodore64.

mir ist aufgefallen, dass du den Bereich der digitalen Fotoretusche und -manipulation durchaus als Digitale Kunst bezeichnen würdest, du aber in der Galerie keine weiteren erwähnenswerten Arbeiten gefunden hast.
zum Einen macht mich das etwas stutzig, denn entweder hast du meine Bilder übersehen, oder du findest sie einfach nur miserabel; zum Anderen würde das Bestätigen wie eng Du den Begriff fasst. das ist nicht negativ gemeint sondern lediglich eine Feststellung.
ich habe den Begriff der digitalen Kunst eigentlich immer ausschließlich am Medium festgemacht und ich bin davon überzeugt, dass die digitale Kunst überhaupt nicht als solche wichtig gemacht werden sollte. Es ist Kunst. Mehr nicht, aber auch nicht weniger. aber das weiß du bestimmt auch aus eigener Erfahrung: es ist schwer genug digital geschaffene Werke Laien gegenüber als Wertig darzustellen. Es gibt genügend Leute die digitale Kunst nicht als solche sehen wollen. Dazu gehören aber Leute aus der künstlerischen Ecke auf keinen Fall.
Ich glaube der Begriff ist sowieso nur aus der Notwendigkeit entstanden, eine begriffliche Unterscheidung zur herkömmlichen Kunst (Malerei, Fotografie, Bildhauerei usw.) zu ermöglichen.

Photopainting ist übrigens nicht auf digitale Medien begrenzt. Es gibt sie auch mit natürlichen Medien die auf Abzügen angewandt werden beziehungsweise werden sie mit anderen Materialien, Zeichnungen und anderen darstellenden Methoden kombiniert.
fluuu
Hallo miteinander,

nun will ich mal sortieren

@pigment
Die Bilder von dem Rolf Steffens sind sehr schön, mehr aber auch nicht,
welche Aussage steckt dahinter? Wenn ich weichgezeichnete Darstellungen
von nackten Frauenkörpern sehe, denke ich immer, ach das soll sich verkaufen.
Das Interesse an hüpschen Frauen reißt ja nie ab, dass kann ich nachvollziehen,
geht mir genauso aber in der Kunst gibt es auch andere Themen.

@ulli p.
Prinzipell habe ich bei Deinen Ausführungen das Gefühl Du hättest die digitale
Kunst mit Löffeln gefressen und nur Du. Sehr aroganter Ausdruck.
Ein digitales Foto ist doch kein digitalisieren einer analogen Vorlage, die reale
Umweld wird in einem Augenblick festgehalten und gespeichert, erst da entsteht
ein Bild, die Umweld ist doch kein von menschenhand geschaffenes Kunstwerk.
Solche Ansichten erinnern mich an einen sesselfurzenden Bürokraten,
mit verlaub, bitte nicht übel nehmen.
Um es kurz zu machen Videos mag ich fast nie, die schnelle Abfolge von Bildern
ist mir unsympatisch.
Ich weiß nicht ob der Begriff Netzkunst wirklich relevant ist und progammierte
grafische Abfolgen oder interaktive Spielchen so einen Stellenwert haben,
für mich ist das oft sehr gefühllos und kalt, eben einfach technisch.
Ist wie alles Geschmackssache.
Zitat:

p.s.: sorry, fluuu,
muß nochmal editieren:
dein unverständnis (was diese liste betrifft) kann eigentlich nur daher
rühren, daß du diese 'namen' nicht als anklickbare links erkannt hast(?)

Du musst ja Deine Mitmenschen für besonders naiv halten wenn Du meinst,
dass sie einen Link nicht entdecken. Eine Website mit nichts weiter als
hunderten und aberhunderten verlinkten Namen, regt nicht meine Neugierde
an, im gegenteil.
Also, ich weiß nicht was Du willst, was ich hier erlebe überzeugt mich nicht.

@georg
Ich habe die Galerie durchsucht nach meinen ganz persönlichen Eindrücken.
Das ist Geschmack und mein Verständniss von Kunst, absolut subjektiv,
habe nie behauptet sie wäre objektiv, bin ja kein Kunstsachverständiger
der jedem gerecht werden will. Da spielt Farbe und Form eine entscheidende
Rolle, wie beim Design einer Website übrigens auch, handwerkliches
Geschick ist dem Produkt oft nicht gleich an zu sehen.
Der Begriff digitale Kunst hin oder her spielt ja nicht so eine große Rolle,
wichtig ist das Resultat. In meinen realen Ausstellungen zeigt sich immer
wieder, die Besucher schauen sich die Bilder an, ich erklähre auch was
Photopaintings ist, aber letztlich ist es egal welche Technik angewand wurde,
wenn es den Besuchern etwas sagt und sie damit entwas anfangen können.
Die meisten sind bei dem Begriff digitale Kunst sehr interessiert und neugierig.
Nur Galerien tun sich schwer, wenn sich z.B. Acryl gerade gut verkaufen lässt.

@alle
So gesehen ist das eingetreten, womit ich hier im Forum gerechnet habe.
Eine sachliche Diskussion aus Freude am Schreiben mit dem Thema digitale
Kunst und einem gewissen Anspruch kommt nicht zu stande.
Alles sehr egoistisch, haupsächlich um die Person drehend und weniger
Freude am Thema. Das ist mein derzeitiger Eindruck, schade ...

gruß fluuu
Angelika S.
Zitat:
Original von fluuu
Hallo miteinander,
........................
@alle
So gesehen ist das eingetreten, womit ich hier im Forum gerechnet habe.
Eine sachliche Diskussion aus Freude am Schreiben mit dem Thema digitale
Kunst und einem gewissen Anspruch kommt nicht zu stande.
Alles sehr egoistisch, haupsächlich um die Person drehend und weniger
Freude am Thema. Das ist mein derzeitiger Eindruck, schade ...

gruß fluuu


Also ich glaube es ist nicht gerecht, wenn Du das so siehst, es haben Dir einige sehr umfangreich geantwortet, sogar Georg, denn er hat lange nichts mehr gepostet ,-))
Wenn es beispielsweise um Aquarellpapier geht, würde ich jetzt von Dir nicht unbedingt eine Antwort erwarten ;-))

Gruss
Angelika
pigment
Zitat:
@pigment Die Bilder von dem Rolf Steffens sind sehr schön, mehr aber auch nicht, welche Aussage steckt dahinter?


Welche Aussage? Du hast ins Thema geführt mit:
Zitat:
Das Digitale ist die moderne Form des Ausdrucks, do kommt keiner drum rum letztendlich oder will jemand die Entwicklung und die Zeit aufhalten.
Darum ist es dringend notwendig, dass wir uns mit der
modernen Form des künstlerischen Ausdrucks, der
digitalen Kunst auseinandersetzen.


RoSt hat das für sich mit seinen Bildern auch so gelöst, damit schon vor Jahren begonnen.
Ich bleibe aber analog.

Ich habe weder vor, die Zeit aufzuhalten noch will ich in Zukunft ebenfalls
mit dem Rechner digitalisierte Bilder erstellen.
Es könnte sein, dass ich mir mal eine Vorlage für ein zu malendes Bild
ausdrucke, dabei bleibts dann aber auch schon.
"Schuster bleib bei deinen Leisten", was für mich bedeutet:
Ei, Öl, Kreide, Zeichenkohle, Leinwand, Holztafeln, Pigmente, Kunstharzbinder, Hasenleim und sowas ähnliches.

Der Rechner, eine digitale Kamera, das benutze ich als Hilfsmittel wenn es mir angemessen erscheint, als Mittel zum Zweck, ein Hilfs-Mittel in der Malerei.



ingo
Angelica
Also ich mag DIGITALES, vor allem wenn's "natürlich" ist.
Ob's Kunst ist?....Kann ich nicht sagen....aber es ist erfrischend und hat einen
berauschenden Vorher-Nachher-Effekt !
Ich nehm's nicht ganz so todernst wie fluuu

"Nasdarovje" mein digitales Prost auf russisch grins
Ledana
Ich meine, dass digitale Kunst, mit ihrer Ausdruckform große Chanzen auf die Befestigung ihrer Boden hat, besonder bei der jüngeren Generation.
Ich selber bin von der Kunstart fasziniert, obwohl nicht alles in der Richtung mich anspricht.
Ich frage mich oft, wie weit schafft die digitale Kunst die "alte" Malerei in dem Bewustsein der einzehlnen Betrachter zur seite schieben, und wie weit ist die Malerei im Vergleich zu der digitalen Kunst dekadent.
Oskar
Sicherlich wird sich irgendwann in der Zukunft die digitale Kunst mehr und mehr durchsetzen und eine völlig neue Plattform in der Kunst bieten, ich glaube jedoch nicht, solange es echte Enthusiasten für die Manufaktur der Malerei gibt, die Pinsel, Farbe und Papier, "sehen, fühlen und riechen" müssen, das ist nun mal eine Ebene in dieser Kunst, die "dazu gehört". Irgenwann wird es das nicht mehr in dieser Form geben, davon bin ich überzeugt. Die Fotografie ist beispielsweise schon ein kleiner "Vorreiter" in dieser Entwicklung. Schaut doch mal einen echten Foto-Enthusiasten an, wie diesem die Augen leuchten, wenn er was hört von einer Leica oder einer großformatigen Hasselblad oder Rolleiflex etc. in der analogen Fotografie ... Die ganz Jungen kümmern sich um diese Attribute kaum noch, seit es die digitale Fotografie gibt. Ich habe neulich mit Müh und Not eine Linhof 9x13 verkauft, (eigentlich fast verschenkt, wenn man bedenkt, was ich dafür mal bezahlt habe). So ist das eben mit dem "Fortschritt".
LG: Oskar
pigment
Zitat:
Also ich mag DIGITALES, vor allem wenn's "natürlich" ist.


Was ist denn in diesem Zusammenhang "natürlich?"
Der Mensch, der sich bewusst mit dem System aus der Null und der Eins auseinandersetzt und versteht, wie damit Information gefasst, verarbeitet, gespeichert, übermittelt werden kann?
Er muss zumindest eine Vorstellung entwickeln können und sich
wenn er schon nicht die Hardware in ihrem zusammenwirken ganz versteht,auch erkennen, dass die Software, ohne die er ja ganz und garnichts tun kann, logischen Regeln folgt, auch wenn er die gar nicht alle nachvollziehen kann.

Jeder Depp der einen Rechner ein und wieder ausschalten kann und sich mit den zur Verfügung stehenden Programmen "ein Bild" macht, ist noch lange weder ein Künstler noch kann das gleich als "digitale Kunst" bezeichnet werden.

Zitat:
Ich frage mich oft, wie weit schafft die digitale Kunst die "alte" Malerei in dem Bewustsein der einzehlnen Betrachter zur seite schieben, und wie weit ist die Malerei im Vergleich zu der digitalen Kunst dekadent.


Was ist überhaupt "digitale Kunst"? Doch nicht, wenn irgendeiner sich am Rechner Bildchen bastelt! Und das Bewusstsein, wenn es sich denn wirklich auf Erfahrung gründet, ist sicher immer in der Lage zu unterscheiden, dass gerader wenn "Digitale Kunst" sich behaupten will, sie damit doch gar nichts wirklich wertvolles was "nicht Digital" ist, zu verdrängen trachtet.

Die Fragestellung nach der Dekadenz im Vergleich zwischen Malerei und digitaler Kunst, ist doch selbst wenigstens Zeichen einer sehr einseitigen Betrachtung.

Ist denn BallettMusik oder die Arie in einer Oper in irgendeiner Weise verdächtig, wenn sich andererseits eine Skulptur aus Holz gut in einer Zimmerecke beleuchten lässt?

Was ist denn überhaupt dekadent? Muss ich mich dazu in einer bestimmten Form an ein Urteil über Dekadenz anlehnen, mich irgendwo anbiedernd unverdächtig machen, selbst auf gar keinen Fall dem Verfallen nichteinmal in Gedanken begegnet zu sein?

Was könnte denn ein Kennzeichen für "Verfall" sein?

Digitalisiertes immunisiert jedenfalls nicht vollkommen.





ingo
Angelika S.
Hallo Fluu,
na was sagste nun, hälst du Deine Meinung weiterhin aufrecht ? ;-))


Zitat von Fluu
@alle
So gesehen ist das eingetreten, womit ich hier im Forum gerechnet habe.
Eine sachliche Diskussion aus Freude am Schreiben mit dem Thema digitale
Kunst und einem gewissen Anspruch kommt nicht zu stande.
Alles sehr egoistisch, haupsächlich um die Person drehend und weniger
Freude am Thema. Das ist mein derzeitiger Eindruck, schade ...

gruß fluuu


Gruss
Angelika S.