Wie viele Kuenstler hier...

Corina
...malen abstrakt?

Wie startest Du ein abstraktes Bild?
Meditierst Du zuerst oder gehst Du spazieren?
Was sind Deine Wege in diesen 'Raum' von abstakter Kunst zu tauchen
?
Ledana
Hallo Corina,
ich meine jeder malt mehr oder weniger abstrakt.
Auch bei Naturvorbildern wir es mehr oder weniger abstrahiert, weil kann Künstler ein Naturbild ganz vollkommen nachahmen kann. Jeder von uns kann nur aus der Wirklichkeit schöpfen. Das Bild wird schon bei der Übertragung auf bestimmte Farben und Formen fokussiert, auch etwas, was unwichtiger dem Künstler erscheint wird weniger delaliert übertragen als das was ihm wichtig ist. Alles ist unmöglich wiederholbar, weil der Mensch, der einen Kunstprozess initiier, der Schöpfer des Bildes ist.
Natürlich ein Bild mit Ähnlichkeiten und Angleichungen an einem realen Gegenstand ist ein gegenständliches Bild, aber es ist auch mehr oder weniger abstrahirrt. Es gibt viele Abstraktionsstuffen. Zwieschenstuffen zu rein abstrakten gegenstand sind abstraheirte und stilisierte Darstelungen.
Ein abstraktes Bild ohne Errinerung an die Natur, hier meine ich eine reine Form -und Farbkomposition, heißt "Konktet", weil es eine neue Wirklichkeit bildet.
Ledana
Zu dem Bildthema,
ich male mehr oder weniger abstrakt. Meine Motive für die Bilder kommen aus der Lust mich von einer Idee, einem Thema, einer Befindlichkeit oder Darstellungdrang und einem Motiv erfassen zu lassen. Ich bin z.Z. auf dem Lernweg die strukturierten Farbformen im Bild zusammen komponieren, so dass das ganze den Betrachter intensiver ergreifen könnte als ein vorausschaubares Thema. Ich übe auch z.Z. die Dramatik und Pathetismus aus meinen Kompositionen weg zu schaffen und sie mit einer vereinfachter Art und Weise, auch durch optische Manipulsationen und versteckte Botschafte zu ersetzen.
Ich möchte auch durch die ständige Übungen, Studien und Analysen es zu erreichen, dass jedes Thema keinen Abbildcharakter hat sondern selber zum Bild sein wird. Lange Denkprozesse und inneres Sehen sind in größtem Teil die Vorreiter meiner Bilder.
Corina
Vielen Dank fuer deine ausfuehrliche Antwort! Es ist sehr faszinierent zu lesen was andere Kuenstler zu schreiben haben...

Bis bald & ein schoenes Wochenende!

Corina
bambina
Hi

Ich arbeite mich vom Gegenständlichen her an das Abstrakte heran,
das heißt : ich versuche immer mehr zu reduzieren, mich auf das Wesentliche zu beschränken und dann irgendwann dahinzukommen, daß nur noch eine Ahnung vom Gegenstand übrigbleibt.
Hoffentlich habe ich das verständlich erklärt großes Grinsen

Grüße
Bina
Corina
Nein - tur mir leid, die Erklaerung war mir zu Abstrakt! Augenzwinkern
ehem. Mitglied
<
noirsinn
abstrakt ist eine auslegungsSache.
ich für meinen Teil mache mir gar nicht zuu viele Gedanken über das abstrakt sein......immer schauen wie sich ein Bild entwickelt. Ich gehe nie oder sehr selten davon aus das es abstrakt wird. zumindest nenne ichs einfach nicht glaich so.....smile




Beispiel:

Stift und Pinsel.
Susanne Haun
Ich mache das wie Bambina.......

Ich male meine Bilder in

figürlicher Abstraktion

Ich habe ein Modell oder ich baue mir ein Stillleben auf.

Mit Skizzen nähre ich mich zuerst dem Ausschnitt.

Dann beginne ich mit dem ersten Bild....

...bis das letzte Bild am abstraktesten ist.
Alexanderopp
Ein dunkler Raum keine Geräusche(Ohrenstopfen), den eigenen Puls Spüren, sein Herz hören nach ein paar Minuten laufen die Bilder durch meinen Kopf


so mach ich es
Mo
Hallo Corinna,
Ich orientiere mich am Material. Ich fange an mit einer Farbe, die mich anlacht, bewege mich auf der Leinwand. Daraus ergibt sich etwas - Formen, neue Farben, etwas Plastisches. Das erinnert mich an etwas, was ich dann betone oder ich bilde dazu ein Kontrast. Ein Schritt ergibt immer den nächsten und ich denke nicht vorher darüber nach, was entsthen soll. Wenn es nicht konzentriert genug ist - d.h. dass das Auge nicht irgendwo ruhen kann und Spannung im Bild ist - übermale ich und arbeite, bis das erreicht ist.
Liebe Grüße,
Mo
Ledana
Hallo alle zusammen,
ich halte Eure Beiträge als sehr interessant und probiere daraus zu lernen.
In der abstrakten Darstellung habe ich am meisten probleme mit Pathetismus oder Dramatik.
Da ich bestimmte Themen im abstrakt male ( z.B. Einsammkeit, Hunger, usw..) , habe ich Probleme einen nöttigen Abstand davon zu nehmen, damit ich die Obiektivität zu dem Thema behalten kann.
Leider verrutsche ich oft in Laufe der Arbeit an dem Bild in die subiektive Empfindungen, die das Bild nicht nur komplizierter machen, aber auch ( wovon ich am meisten Angst habe) den Betrachter einengen können.
smile smile
Corina
Zitat:
Original von Alexanderopp
Ein dunkler Raum keine Geräusche(Ohrenstopfen), den eigenen Puls Spüren, sein Herz hören nach ein paar Minuten laufen die Bilder durch meinen Kopf so mach ich es


Ich werde das mal probieren, das mit dem Ohrenstopfen!
Tolle Anregung - DANKE! Freude
Barbara Weismantel
Ich mache das wie Mo und bewundere die Art von Ledana. Ich frage mich nur, warum Du Ledana das Subjektive nicht zulässt? Da finde ich, wird das Abstrakte doch gerade spannend. Bei mir ist es nur subjektiv. Ich bin immer ganz gespannt, welches Gefühl mich denn jetzt gerade beherrscht. Alles entwickelt sich und ich trenne mich immer wieder von Konzepten in meinem Schädel, die mich eher einschränken. Da ist mir der Betrachter doch erst mal egal.
Du hast aber einen anderen Ansatz, der auch spannend ist, mir aber zu anstrengend wäre. (Ich bin halt Lustmalerin) Deine Bilder finde ich toll

Barbara
Pierre Corell
Gerade in der abstrakten Malerei ist das Motiv ausschlaggebend, meine ich.
Ohne Lust oder, besser formuliert, dem aufstrebenden Etwas der Kreativität, durch welche man anhand seiner Bilder ausbricht oder etwas erschafft, dass als abstrakt zu bezeichnen ist, funktioniert innovative Kunst doch nicht, zumindest der Abstraktionsbegriff lässt dies vermuten.
Womit abstrakte Kunst wiederum gerade für subjektive Empfindungen optimal erscheint - denn welche Emotion ist schon leicht zu durchschauen... - gegenteilig gar, lernt man selbst, als der Schöpfer einer solchen, selbst eine Menge über darüber, über den Prozess und seine Verwurzelung ebenso wie über sich selbst - spätestens wenn man i Nachhinein reflektiert, zumeist auch anhand des geschaffenen Werkes.

Eure Ansätze der Inspirationsschaffung bzw. Technik der Sublimation des Gegenstandes sind wahrlich interessant und teilweise unbedingt zu behalten.
Mir persönlich geht es stets so (beim Kunstschaffensprozess), dass Äußerlichkeiten oder die Technik unentscheidend werden, sondern sich alle Kreativität, Emotion und damit Handlung spontan im Zusammenhang aller Umgebungskomponenten entwickeln (müssen).
Wenn dann noch wechselnde Technik der Hinführung zum Gegenstand hinzu kommt, okay - aber sollte dies nicht vorrangig im Innern, im Sinne der Kontemplation, geschehen? Wird abstrakte Kunst ansonsten nicht zu einer Technik selbst bzw. gerät sie dann nicht kategorisch - und darf/sollte nicht mehr als abstrakt zu bezeichnen sein?