liebe Ruslana,
ich muß zugeben, daß ich deinen Beitrag gelesen, aber leider nicht im Mindesten registriert oder kapiert habe.

Manchmal bin ich echt zerstreut...
Um jetzt mal etwas halbwegs vernünftiges zu diesem Thema beizutragen, jetzt also un-zerstreut...
Es gibt nichts was mir mehr auf die Nerven geht, als die Aussage (sehr häufig von Personen die mit dem Computer eher wenig anfangen können), dass Digitale Malerei keine Kunst ist.
Zum einen hat dies natürlich mit der weitverbreiteten Meinung zu tun, dass Computer immer, bzw. fast immer alles automatisch machen; zum Anderen ist das meiner Ansicht nach sicherlich reine Ignoranz gegenüber den neuen Medien künstlerischen Ausdrucks.
Bei Fraktalen (verkürzt dargestellt: auf komplizierten mathematischen Formeln basierte Grafik) mag das eventuell so interpretierbar sein, aber selbst hier ist es möglich sehr komplexe und künstlerische, nicht bloß auf vorgefertigten Formeln basierte Bilder zu erzeugen. Der Computer ist nun einmal nicht von sich aus dazu in der Lage, Formen, Strukturen und Farben nach ästhetischen und inhaltlichen Gesichtspunkten auszuwählen.
Taferl hatte in einem etwas anderen Zusammenhang (
http://www.artcafe.de/forum/thread.php?t...=112&boardid=30 ) geschrieben, dass er sich beim Malen mit dem Computer nicht so ganz zurecht findet, weil ihm die Arbeitsfläche zu beengt und zu unübersichtlich, das Malen zu umständlich erscheint.
Mir persönlich geht es nicht so, aber das ist eine Frage der Gewohnheit bzw. persönlicher Vorliebe (jeder hat eben seine favorisierte Technik / Methode.)
Was ich gut fand an Taferl´s Aussage war, dass er nicht verneint, dass auch das Ergebnis von Computermalerei Kunst sein kann.
Leider gibt es jedoch insbesodere in der Computermalerei eine große Zahl von Anwendern die glauben, dass es schon ernstzunehmender künstlerischer Output ist, vorgefertigte Figuren in vorgefertigten Szenen in 5 Minuten zusammenzuklicken. Dass mich jetzt bitte niemand falsch versteht - auch mit vorgefertigten Elementen kann man künstlerisch wertvolle Arbeiten zustande bringen. Wichtig ist einzig die dahinter stehende Absicht, etwas bestimmtes (eventuell auch etwas unbestimmtes, je nach der zugrunde liegenden Intention) zum Ausdruck bringen zu wollen. Allerdings gibt es nach meiner Auffassung eine doch recht wichtige Grenze zwischen Kunst und dem Drang einfach (oder kompliziert) etwas herzustellen.
Diese Grenze auszuloten und als Künstler auf der "richtigen" seite zu bleiben ist unerlässlich und notwendig. Klingt elitär, ist aber nicht so gemeint. Ich sehe darin nichts falsches, Dinge einfach nur zu machen; etwas herzustellen, ohne besondere Zielsetzung bzw. emotionale Aussage. Es ist halt etwas anderes als Kunst.
Jetzt habe ich es dennoch geschafft zerstreut zu klingen